Bacoo Reiseführer

Nilandhe Atoll

Das Nilandhe Atoll liegt ca. 150 km südwestlich der Hauptstadt Malé und teilt sich in einen südlichen (Dhaalu Atoll) und nördlichen Atollbezirk (Faafu Atoll). Von den insgesamt ca. 70 Inseln sind bisher nur drei zu Touristeninseln ausgebaut worden. Über 50 sind aufgrund dichten und undurchdringbaren Dschungels nicht bewohnbar und auf 13 Inseln leben Einheimische. Darunter ist die Malediveninsel Ribudhoo bekannt für ihre traditonelle Juwelierkunst. Schon zu Zeiten des Sultanats hatten die Juweliere hier ihre Wohnsitze und belieferten den Herrscherpalast mit Schmuckstücken. Gerade für Reiseindividualisten und Ökotouristen ist im Nilandhe Atoll viel Neues und Unberührtes zu entdecken. Viele der unbesiedelten Inseln liegen in der Nähe der Inselresorts und auf einigen sind die Überreste hinduistischer Tempelbauten zu entdecken.

Die einzige Urlaubsinsel im Nord-Nilandhe-Atoll heißt Filitheyo und verfügt über eine dichte Vegetation mit Kokospalmen und herrlich blühenden Sträuchern, die bis weit an die Küsten reichen. Wegen der vielen Korallen ist das Baden auf Filitheyo nur eingeschränkt möglich, vielmehr eignet sich die Insel für Taucher und Schnorchler. Das große Hausriff des Island Resorts begeistert mit einer vielfältigen Unterwasserwelt und kann selbst mit dem Schnorchel erkundet werden. Die grüne Insel empfiehlt sich aufgrund der vielen Serviceleistungen besonders für Familien.

Im Süd-Nilandhe-Atoll liegen die beiden anderen Urlaubsinseln Velavaru und Medhuffushi (auch: Vilu Reef). Letztgenannte besticht ebenfalls durch eine üppig grüne Tropenlandschaft. Vorbildlich haben die Betreiber der Insel die Resort-Architektur in die Landschaft integriert, so dass allein das Landschaftsbild der Insel eine Augenweide an sich ist und nicht zu übertrieben oder künstlich wirkt. Im Westen befindet sich ein weitläufiger Sandstrand, der sehr gut zum Baden geeignet ist. Am nur 16 m entfernt gelegenen Hausriff kann getaucht und geschnorchelt werden.

Die dritte Touristeninsel Velavaru wird auch Turtle Island genannt, da ihr Umriss aus der Luftperspektive wie der Rückenpanzer einer Schildkröte aussieht. Auf Velavaru finden Sie eine ähnlich grüne Dschungellandschaft wie auf den anderen Inseln sowie eine wunderschöne breite Lagune zum Baden, Schnorcheln, Windsurfen und Segeln. Das besondere der Insel ist, dass ihre Bebauung in dem sehr einfachen, typisch traditionellen Baustil der Malediven vollzogen wurde. Die Verbindung von Vegetation und Architektur ist auch hier auf sehr angenehme und naturschonende Weise ausgeführt, eine Symbiose, die bei aller Naturbelassenheit trotzdem den nötigen Komfort bietet. Da hier allerdings kein nahgelegenes Riff vorhanden ist, zu dem man schwimmen kann, werden zweimal täglich Bootsshuttle zu anderen Hausriffen der Umgebung angeboten.